Schweigen ist nicht immer Gold. Silber ist nicht immer einfach.
In Chemnitz und anderen Städten werden Menschen aufgrund ihres äußerlichen Erscheinungsbildes verfolgt und zusammengeschlagen, die AFD und ihre rechtspopulistischen Überzeugungen finden in der Bevölkerung eifrige Befürworter, die Stimmung im Land verändert sich. Nicht erst seit gestern und nicht erst seit Chemnitz. Nicht erst seit der Erfindung von Kommentarspalten im Internet und nicht erst seit medial wieder mehr über Rassismus berichtet wird. Vier Jahre ist es her, seit im Herbst 2014 die ersten Pegida-Demonstranten bei ihrem wöchentlichen "Abendspaziergang" über die Straßen Dresdens zogen, um ihre völkischen Parolen zu skandieren. Seither ist einiges passiert. Mittlerweile sitzt die AFD im Bundestag. Mit einer Alice Weidel und einem Alexander Gauland. Mittlerweile brennen immer wieder Flüchtlingsheime. Manches, was mir vor vier Jahren noch undenkbar schien, ist heute traurige Realität. Irgendwie laut und schreiend - irgendwie aber auch schleichend und unbemerkt fühlt...